Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung / chronische Pankreatitis – Spitzenmedizin in München
Was ist eine chronische Pankreatitis?
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse dauerhaft geschädigt wird. Wiederholte Entzündungsprozesse führen zu Narbenbildung, Gewebeverlust und letztlich zum Funktionsverlust des Organs. Dabei sind zwei wichtige Funktionen betroffen:
Die Bildung von Verdauungsenzymen: Es kommt zu Völlegefühl, Blähungen, fettigem Durchfall und Gewichtsverlust.
Die Produktion von Insulin: Bei fortgeschrittenem Verlauf entsteht häufig ein Diabetes mellitus.
Zusätzlich treten chronische Schmerzen im Oberbauch auf, die gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen und sehr belastend sein können. Die Ursachen dieser Schmerzen liegen oft in Nervenirritationen und erhöhtem Druck in den Pankreasgängen.
In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München, einem zertifizierten Exzellenzzentrum für Pankreaserkrankungen, erfolgt die Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau.
Ursachen der chronischen Pankreatitis
Die häufigste Ursache in westlichen Ländern ist chronischer Alkoholkonsum, wobei auch geringe Mengen bei genetischer Veranlagung ausreichen können.
Weitere Ursachen sind:
Gendefekte (z. B. PRSS1, SPINK1)
Autoimmunerkrankungen (autoimmune Pankreatitis, AIP)
Fehlbildungen der Pankreasgänge (z. B. Pancreas divisum)
Medikamente, Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperlipidämie)
Idiopathische Formen – ohne erkennbare Ursache#
Gerade bei unklarer Genese bietet das interdisziplinäre Team in München umfassende Diagnostik inklusive genetischer Tests, Bildgebung und Laboranalysen.
Symptome – auf diese Warnzeichen achten
Chronische, starke Oberbauchschmerzen, oft in den Rücken ziehend
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, fettige Durchfälle
Gewichtsverlust trotz unveränderter Ernährung
Diabetes mellitus infolge endokriner Insuffizienz
In aktiven Phasen: Fieber, Übelkeit, Abgeschlagenheit
Auch sogenannte Pseudozysten, also flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, sowie Abszesse können auftreten und Beschwerden verursachen.
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Besondere Form: Autoimmune Pankreatitis (AIP)
Diese seltene Form betrifft vor allem Menschen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Sie ist charakterisiert durch:
Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse
Verengung des Pankreasganges
Erhöhte IgG4-Antikörperwerte
Eine Behandlung mit Kortison führt oft zu einer raschen Besserung. Wenn ein Tumor nicht ausgeschlossen werden kann, ist eine Operation notwendig.
Spätfolgen – langfristige Risiken
Exokrine Insuffizienz: Mangel an Verdauungsenzymen, behandelbar mit Enzympräparaten
Mangel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) → Gefahr von Osteoporose, Sehstörungen, Hautveränderungen
Endokrine Insuffizienz: Insulinmangel bis hin zu insulinpflichtigem Diabetes
Pseudozysten oder Abszesse, die endoskopisch oder operativ behandelt werden müssen
Behandlung – individuell und interdisziplinär in München
Die Therapie richtet sich nach dem Verlauf, den Symptomen und dem Stadium der Erkrankung. Am TUM Universitätsklinikum Rechts der Isar in München arbeiten Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Radiologie und Endokrinologie eng zusammen, um optimale Therapiewege zu definieren.
Konservative Behandlung
Schmerztherapie mit stufenweise angepassten Analgetika
Enzymsubstitution zur Unterstützung der Verdauung
Vitaminersatz und Diabetesmanagement
Ernährungsberatung und Nachsorge
Interventionell / Chirurgisch
Endoskopische Drainagen bei Pseudozysten
Operative Resektion bei Schmerzsyndrom oder Tumorverdacht
Minimalinvasive, laparoskopische oder robotisch-assistierte Eingriffe
Alle operativen Optionen erfolgen unter modernsten Bedingungen in speziell ausgestatteten OP-Sälen. Dank hoher Fallzahlen und ausgewiesener Expertise ist die Klinik in München eines der führenden Zentren in Deutschland.
Pankreasspezialisten in München – Kompetenz, Erfahrung, Vertrauen
Exzellenzzentrum für Pankreaserkrankungen (DGAV-zertifiziert)
Hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit
Minimalinvasive und robotisch-assistierte Chirurgie
Individuelle Therapie nach neuesten Leitlinien
Spitzenbewertungen, hohe Patient*innenzufriedenheit
Nutzen Sie auch unsere Pankreas-Hotline für eine direkte ärztliche Beratung – schnell, vertraulich und kompetent.
Pankreas-Hotline:
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Mo und Di: 16-18 Uhr,
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Eine Terminvereinbarung für unsere Spezialsprechstunde ist auch unter der Rufnummer 089-4140 7390 oder per Email: ambulanz-ch@mri.tum.de oder auch gerne über DOCTOLIB möglich.