Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung / akute Pankreatitis – spezialisierte Behandlung in München
Was ist eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung / akute Pankreatitis?
Die akute Pankreatitis ist eine plötzliche, meist sterile, nicht durch Bakterien verursachte Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Sie entsteht durch eine fehlgeleitete Aktivierung von Verdauungsenzymen innerhalb des Organs selbst. Dies führt zu Entzündungsreaktionen, Schwellung (Ödem), Gefäßschädigung und Gewebsuntergang.
Die Erkrankung tritt in Deutschland mit einer Häufigkeit von 13–43 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr auf. Während alkoholbedingte Pankreatitiden häufiger bei jüngeren Erwachsenen auftreten, steigt die Inzidenz der gallensteinbedingten Form insbesondere ab dem 55. Lebensjahr und erreicht bei Personen über 75 Jahren ihr Maximum.
In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München erfolgt die Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau – als zertifiziertes Exzellenzzentrum für Pankreaserkrankungen.
Ursachen – warum entsteht eine akute Pankreatitis?
Die Ursachen sind vielfältig. In Deutschland stellen Gallensteine die häufigste Ursache dar, gefolgt von übermäßigem Alkoholkonsum.
Weitere Auslöser sind:
Rauchen, das das Risiko unabhängig erhöht
Medikamente
Stoffwechselstörungen (z. B. erhöhte Kalzium- oder Triglyzeridwerte)
Infektionen oder genetische Prädisposition
Eine exakte Ursachenklärung erfolgt in München interdisziplinär – gemeinsam mit Gastroenterologie, Radiologie und Stoffwechselmedizin – um gezielt vorbeugen zu können.
Symptome – wie äußert sich die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung?
Typische Anzeichen sind:
Starke Oberbauchschmerzen, meist gürtelförmig mit Ausstrahlung in den Rücken
Übelkeit, Erbrechen und ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Erhöhte Enzymwerte (Lipase/Amylase) im Blut
Entzündungszeichen im Ultraschall oder CT
Sind zwei dieser drei diagnostischen Kriterien erfüllt, kann die Diagnose einer akuten Pankreatitis gestellt werden.
Therapie – konservativ oder interventionell je nach Verlauf
In den meisten Fällen ist die Erkrankung nicht-operativ zu behandeln. Dennoch ist höchste Vorsicht geboten, da bei Organversagen die Sterblichkeit stark ansteigt.
Konservative Behandlung
Schmerztherapie
Parenterale Flüssigkeitsgabe
Nahrungskarenz abhängig vom Allgemeinzustand
Überwachung auf Normalstation oder Intensivstation bei drohendem Organversagen
Komplikationen & Intervention
Kommt es zu Komplikationen wie Nekrosen, infizierten Flüssigkeitsansammlungen oder Pseudozysten, wird zunächst antibiotisch behandelt. Bleibt der Erfolg aus, kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:
Drainage (endoskopisch oder perkutan)
Minimalinvasive oder laparoskopische Entfernung infizierter Anteile
Offene Operation nur bei schwerstem Verlauf und Versagen anderer Optionen
Welche Methode in unserem Exzellenzzentrum zum Einsatz kommt, wird individuell und interdisziplinär entschieden – stets unter Berücksichtigung des Allgemeinzustands und zusätzlichen Faktoren.
Besonderheit: Gallensteinbedingte Pankreatitis
Bei einer milden oder moderaten gallensteinbedingten Pankreatitis wird empfohlen, die chirurgische Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) bereits während desselben Krankenhausaufenthalts durchzuführen. So lässt sich das Risiko eines Rückfalls deutlich senken.
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Warum München? Ihre Vorteile im Überblick
In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München profitieren Patient*innen von:
Zertifizierter Spezialisierung auf Pankreaserkrankungen (DGAV-Zentrum)
Modernster Diagnostik und Bildgebung
Minimalinvasiven, laparoskopischen und robotisch-assistierten Techniken
High-Tech-OP-Sälen & interdisziplinären Teams
Individuellen, leitliniengerechten Therapieplänen
Hoher Patient*innenzufriedenheit & sehr guten Bewertungen
Nutzen Sie auch unsere Pankreas-Hotline für eine direkte ärztliche Beratung – schnell, vertraulich und kompetent.
Pankreas-Hotline:
+49 (89) 4140-1260
Mo und Di: 16-18 Uhr,
Mi - Fr: 10-12 Uhr
Eine Terminvereinbarung für unsere Spezialsprechstunde ist auch unter der Rufnummer 089-4140 7390 oder per Email: ambulanz-ch@mri.tum.de oder auch gerne über DOCTOLIB möglich.