Klinik und Poliklinik für Chirurgie
TUM Klinikum Rechts der Isar

Kurzdarmsyndrom München

Kurzdarmsyndrom – spezialisierte Behandlung in München

 

Was ist das Kurzdarmsyndrom?

Das Kurzdarmsyndrom beschreibt einen Zustand, bei dem ein relevanter Anteil des Dünndarms fehlt oder nicht funktionsfähig ist. Dadurch kann der Körper wichtige Nährstoffe, Flüssigkeit und Elektrolyte nicht mehr ausreichend aufnehmen – es kommt zu Malabsorption. Betroffene Personen leiden oft unter chronischem Durchfall, Mangelerscheinungen und Unterernährung.

In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München bieten wir Betroffenen eine hochspezialisierte, interdisziplinäre Betreuung – von konservativen Therapien bis zu komplexen chirurgischen Eingriffen wie Darmrekonstruktion oder Transplantation.

 

Ursachen des Kurzdarmsyndroms

Die häufigste Ursache ist die chirurgische Entfernung großer Dünndarmabschnitte infolge von:

  • Morbus Crohn

  • Nekrotisierender Enterokolitis (v. a. bei Neugeborenen)

  • Darmverletzungen oder Tumorerkrankungen

  • Volvulus (Drehung des Darms)

  • Mesenteriale Durchblutungsstörungen

 

Auch angeborene Fehlbildungen können ein Kurzdarmsyndrom zur Folge haben. In der Regel treten Symptome auf, wenn weniger als 2 Meter Dünndarmfunktionsfähig verbleiben – im Vergleich zu ca. 6 Metern im Normalzustand.

 

Symptome – vielfältig und teils schwerwiegend

Das Kurzdarmsyndrom äußert sich durch:

  • Chronischen Durchfall

  • Dehydrierung und Elektrolytverlust

  • Unterernährung und Gewichtsverlust

  • Mangel an Vitaminen (A, D, E, K, B9, B12) und Mineralstoffen (Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink)

  • Blähungen, Müdigkeit, Laktoseintoleranz

  • Blutgerinnungsstörungen, Anämie, Knochenschmerzen

 

Unbehandelt kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie Nierensteinen, Leberbelastung durch parenterale Ernährung oder Wachstumsstörungen bei Kindern kommen.

 

Diagnostik – strukturiert und interdisziplinär in München

Die Diagnose wird anhand der klinischen Symptome, Laboranalysen und bildgebenden Verfahren gestellt:

  • Ernährungsmedizinische Statusanalyse

  • Laborkontrollen (Vitamine, Spurenelemente, Eiweißstatus)

  • Bildgebung zur Beurteilung der Darmlänge und -funktion

  • Stuhldiagnostik (z. B. Fettgehalt)

  • Messung der Resorptionsfähigkeit

 

Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren Fachkolleg*innen aus Gastroenterologie, Ernährungsmedizin, Endokrinologie und Chirurgie – eingebettet in die Strukturen eines universitären Maximalversorgers.

 

Therapie – individuell und ganzheitlich

Die Therapie des Kurzdarmsyndroms richtet sich nach dem Ausmaß der Resorptionseinschränkung und dem Allgemeinzustand der betroffenen Person.

 

1. Ernährungstherapie und medikamentöse Unterstützung

  • Spezialdiäten mit salzhaltigen und nährstoffreichen Flüssigkeiten

  • Häufige, kleine Mahlzeiten mit angepasster Nährstoffdichte

  • Orale Substitution von Vitaminen und Mineralstoffen

  • Medikamente zur Reduktion der Magensäure und Verbesserung der Darmpassage (z. B. Loperamid, PPIs)

  • Parenterale Ernährung (i. v.) bei schwerer Malabsorption

  •  

Ziel ist eine möglichst enterale Ernährung, also die Nutzung des Verdauungstrakts – individuell abgestimmt und regelmäßig überprüft.

 

2. Chirurgische Optionen

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, stehen moderne chirurgische Verfahren zur Verfügung:

  • Darmverlängerungsoperationen (z. B. STEP oder Bianchi-Technik)

  • Bauchspeicheldrüsen- oder Magenpassagekorrekturen

  • Darmtransplantation in Kooperation mit spezialisierten Zentren

 

In München erfolgt jede chirurgische Maßnahme mit höchster Sorgfalt – laparoskopisch oder offen, je nach Indikation.

 

Langzeitbetreuung – strukturiert und menschlich

Das Kurzdarmsyndrom erfordert eine lebenslange ärztliche Begleitung, um Mangelzustände, Infektionen und andere Folgeprobleme frühzeitig zu erkennen. Am TUM Universitätsklinikum München bieten wir:

  • Strukturierte Nachsorgepläne

  • Individuelles Ernährungscoaching

  • Monitoring der Laborparameter und Organfunktion

  • Psychosoziale Begleitung und Alltagsunterstützung

  •  

Unser Ziel ist eine möglichst hohe Lebensqualität trotz reduzierter Darmfunktion – dafür setzen wir medizinisch, menschlich und technisch alles ein.

 

Fazit: Ihre Anlaufstelle für Kurzdarmsyndrom in München

Das Kurzdarmsyndrom ist eine komplexe Herausforderung, die eine enge Zusammenarbeit von Spezialist*innen verschiedener Fachrichtungen erfordert. In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München erhalten Sie eine individuell abgestimmte, wissenschaftlich fundierte und langfristige Betreuung – mit Zugang zu modernster Technik, zertifizierter Qualität und menschlicher Nähe.

Wir sind für Sie da – kompetent, strukturiert und auf Augenhöhe.

 

Sie erreichen uns unter der Rufnummer 089-4140 7390 oder

per Email: ambulanz-ch@mri.tum.de oder auch gerne über DOCTOLIB.