Hereditäres, nicht-polypöses Kolonkarzinom (HNPCC) München
Hereditäres, nicht-polypöses Kolonkarzinom (HNPCC / Lynch-Syndrom) – gezielte Vorsorge und spezialisierte Chirurgie in München
Was ist HNPCC (Lynch-Syndrom)?
Das hereditäre nicht-polypöse Kolonkarzinom (HNPCC) – auch bekannt als Lynch-Syndrom – ist die häufigste Form des erblichen Darmkrebses. Es beruht auf einer genetischen Veränderung (Mutation) in bestimmten Reparaturgenen(Mismatch-Repair-Gene), was zu einer Mikrosatelliteninstabilität (MSI) führt. Menschen mit dieser genetischen Prädisposition haben ein bis zu 75 % erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs zu erkranken – oft schon vor dem 50. Lebensjahr.
Im Rahmen des interdisziplinären Darmzentrums der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München bieten wir eine präzise Diagnostik, individuelle Beratung sowie eine maßgeschneiderte Therapieplanung – unter Einbindung aller beteiligten Fachdisziplinen.
Risikofaktoren und Vererbung
Das HNPCC wird autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet: Ist ein Elternteil betroffen, besteht für Nachkommen eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, die Mutation zu tragen. Neben Darmkrebs besteht ein erhöhtes Risiko für andere Tumorarten, insbesondere:
Gebärmutter- und Eierstockkrebs
Magen- und Dünndarmkarzinome
Harntraktkarzinome
Hauttumoren (Muir-Torre-Syndrom)
In Deutschland gehen etwa 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr auf das HNPCC zurück – häufig nicht erkannt. Genetische Beratung und gezielte Früherkennung sind daher essenziell.
Symptome – wie äußert sich HNPCC?
Die Beschwerden ähneln denen des sporadischen Darmkrebses. Häufige Symptome sind:
Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
Blut im Stuhl
Bauchschmerzen oder Krämpfe
Leistungsabfall, Gewichtsverlust
Auffällig ist das frühe Erkrankungsalter (oft vor dem 50. Lebensjahr) und die häufige Lokalisation im rechten Dickdarm. Aufgrund der Unspezifität der Symptome ist eine gründliche Familienanamnese und genetische Abklärung entscheidend.
Diagnostik in München – Familienanamnese, Genetik und Molekularpathologie
In der Klinik in München erfolgt die Diagnostik im Rahmen strukturierter Programme:
Anamnese nach Amsterdam-II-Kriterien oder Bethesda-Kriterien
Untersuchung des Tumorgewebes auf Mikrosatelliteninstabilität (MSI-Test)
Keimbahntestung aus Blutproben auf Mutationen (MLH1, MSH2, MSH6, PMS2, EPCAM)
Genetische Beratung durch spezialisierte Partnerzentren
Die enge Zusammenarbeit innerhalb des zertifizierten, interdisziplinären Darmzentrums München ermöglicht eine schnelle und gezielte Abklärung für Betroffene und Angehörige.
Therapie – analog zur Darmkrebsbehandlung
Die Behandlung von HNPCC richtet sich nach dem Tumorstadium und folgt den Standards der Darmkrebstherapie:
Chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnitts (z. B. Hemikolektomie)
In ausgewählten Fällen: prophylaktische Operationen bei sehr hohem Risiko
Erweiterte Tumorresektion bei Vorliegen mehrerer Karzinome
Anschließende Nachsorge oder Chemotherapie bei fortgeschrittenen Tumoren
In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München kommen dabei minimalinvasive Verfahren, robotisch-assistierte Systeme und eine strukturierte Nachsorgeplanung zum Einsatz – eng abgestimmt mit Onkologie, Genetik und Gastroenterologie.
Früherkennung und Prävention – individuell und strukturiert
Für Träger*innen der Mutation beginnt die Vorsorge bereits im jungen Alter. Unsere Empfehlung im Darmzentrum München:
Ab dem 25. Lebensjahr: jährliche Koloskopie
Ab dem 30.–35. Lebensjahr: ggf. gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen (inkl. Ultraschall)
Abdomensonographie, ggf. Magenspiegelung je nach Risiko
Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich Tumoren oft in sehr frühem Stadium erkennen oder ganz verhindern.
Interdisziplinäres Darmzentrum München – Ihre Expert*innen für familiären Darmkrebs
Das zertifizierte interdisziplinäre Darmzentrum des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München bietet Betroffenen mit HNPCC bzw. Lynch-Syndrom:
Exakte genetische und molekulare Diagnostik
Zertifizierte chirurgische Versorgung durch Spezialist*innen
Individuelle Früherkennungs- und Therapiekonzepte
Enge Kooperation mit Genetik, Onkologie, Gynäkologie und Gastroenterologie
Langfristige Begleitung und psychosoziale Beratung
Unsere Behandlung basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, strengen Qualitätsstandards und hoher operativer Expertise.
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Fazit: Ihre kompetente Anlaufstelle für HNPCC in München
Wer von einer familiären Form des Darmkrebses betroffen ist, braucht medizinische Begleitung mit Weitblick, Erfahrung und modernster Technik. In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München profitieren Sie von einem zertifizierten Darmzentrum, interdisziplinärem Austausch und persönlicher Zuwendung – für Ihre Sicherheit und Zukunft.
Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch – wir sind für Sie da, in München.
Sie erreichen uns unter der Rufnummer 089-4140 7390 oder
per Email: ambulanz-ch@mri.tum.de oder auch gerne über DOCTOLIB.