Klinik und Poliklinik für Chirurgie
TUM Klinikum Rechts der Isar

 

Arterielle Verschlusskrankheiten viszeraler Gefäße – spezialisierte Gefäßchirurgie in München

 

Was sind arterielle Verschlusskrankheiten viszeraler Gefäße?

Arterielle Verschlusskrankheiten der viszeralen Gefäße betreffen die Blutversorgung der Bauchorgane. Typisch ist eine Verengung (Stenose) oder ein vollständiger Verschluss der großen Baucharterien – insbesondere der Truncus coeliacusArteria mesenterica superior oder Arteria mesenterica inferior. Diese Gefäße versorgen Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm mit sauerstoffreichem Blut.

In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München verfügen wir über hohe Expertise in der Diagnostik und operativen Behandlung dieser seltenen, aber potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung – im Rahmen eines interdisziplinären Gefäßzentrums.

 

Ursachen und Risikofaktoren

Hauptursache ist in den meisten Fällen eine Arteriosklerose – also eine Verkalkung und Verengung der Gefäße durch Fett- und Bindegewebseinlagerungen. Weitere Risikofaktoren:

  • Rauchen

  • Bluthochdruck

  • Diabetes mellitus

  • Erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie)

  • Familiäre Veranlagung

  • Vaskulitiden (entzündliche Gefäßerkrankungen)

In seltenen Fällen tritt die Verengung auch infolge von kompressiven Syndromenauf – z. B. beim Dunbar-Syndrom, bei dem der Truncus coeliacus durch das Zwerchfellband eingeengt wird.

 

Symptome – oft unspezifisch, aber gefährlich

Die Erkrankung verläuft häufig lange unbemerkt, da sich der Körper durch Umgehungskreisläufe anpasst. Werden diese kompensatorischen Mechanismen überfordert, kommt es zu Symptomen:

  • Postprandiale Bauchschmerzen („Angina abdominalis“) – besonders nach dem Essen

  • Ungewollter Gewichtsverlust

  • Verdauungsprobleme, Übelkeit, Appetitlosigkeit

  • Blähungen, Durchfälle

  • In fortgeschrittenen Fällen: Darmischämie bis hin zum Darminfarkt

Die Beschwerden führen oft zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und müssen frühzeitig abgeklärt werden – insbesondere bei Risikopatient*innen.

 

Diagnostik in München – präzise Bildgebung, interdisziplinär ausgewertet

Zur sicheren Diagnose setzen wir in der Klinik folgende Verfahren ein:

  • Farbduplex-Sonographie der Baucharterien

  • CT-Angiographie oder MR-Angiographie zur Gefäßdarstellung

  • Laboranalytik (Entzündungsparameter, Laktatwerte bei Ischämieverdacht)

  • In komplexen Fällen: digitale Subtraktionsangiographie (DSA)

Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Radiologie, Angiologie, Gastroenterologie und Gefäßchirurgie erfolgt eine strukturierte Befundung und Therapieplanung – gebündelt im Gefäßzentrum München.

 

Therapie – individuell zwischen konservativ, interventionell und operativ

Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß der Gefäßverengung, Beschwerdebild und Gesamtzustand der betroffenen Person. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

Konservative Behandlung

  • Medikamentöse Kontrolle der Risikofaktoren

  • Thrombozytenaggregationshemmung (ASS)

  • Ernährungsmedizinische Begleitung

Diese Form ist nur bei leichten, asymptomatischen Verläufen langfristig sinnvoll.

Interventionelle Therapie

In Zusammenarbeit mit interventionellen Radiolog*innen:

  • Ballondilatation (PTA)

  • Stentimplantation bei geeigneter Gefäßanatomie

Diese Methoden sind schonend, aber nicht immer dauerhaft erfolgreich – insbesondere bei komplexen oder langen Stenosen.

Chirurgische Rekonstruktion – Kernkompetenz in München

Bei ausgeprägter Symptomatik, Stentversagen oder komplizierten Befunden ist ein offen-chirurgischer Eingriff notwendig. Hierbei kommen in unserer Klinik folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Thrombendarteriektomie mit Gefäßrekonstruktion

  • Bypassoperationen (z. B. Aorto-mesenterialer Bypass)

  • Lösen externer Kompressionen, z. B. beim Dunbar-Syndrom

Die Eingriffe erfolgen in hochspezialisierten OP-Sälen mit modernster Technik, in enger Abstimmung mit Anästhesie und Intensivmedizin – für maximale Sicherheit.

 

Interdisziplinäres Gefäß- und Darmzentrum München

Unsere Klinik ist Teil eines zertifizierten interdisziplinären Gefäß- und Darmzentrums. Gemeinsam mit den Fachrichtungen:

  • Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie

  • Radiologie und Angiologie

  • Gastroenterologie und Ernährungsmedizin

  • Anästhesiologie und Intensivmedizin

erarbeiten wir maßgeschneiderte Therapiekonzepte, basierend auf neuester wissenschaftlicher Evidenz, hohen Fallzahlen und langjähriger Erfahrung – für optimale Behandlungsergebnisse.

 

 

Fazit: Ihre Anlaufstelle für viszerale Gefäßverschlüsse in München

Ein Verschluss oder eine Verengung viszeraler Arterien kann schwerwiegende Folgen haben – muss aber nicht. In der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des TUM Universitätsklinikums Rechts der Isar in München profitieren Sie von umfassender Diagnostik, modernsten Therapieverfahren und enger interdisziplinärer Zusammenarbeit.

 

Wir beraten Sie individuell, ehrlich und medizinisch fundiert – persönlich in München.

 

Sie erreichen uns unter der Rufnummer 089-4140 7390 oder

per Email: ambulanz-ch@mri.tum.de oder auch gerne über DOCTOLIB.